Von Thies Grothe, Leiter Abteilung Grundsatzfragen beim ZIA

Bereits 2011 hat der ZIA in seinem Nachhaltigkeitsleitfaden einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Themas Nachhaltigkeit gegeben, um dabei unter anderem einen einfachen Einstieg in das CSR-Reporting zu ermöglichen sowie möglichst viele Unternehmen dafür zu motivieren. Eine transparente und vergleichbare Darstellung von Managementansätzen, Risiken und Indikatoren im Bereich Nachhaltigkeit wird seither immer relevanter.

Wesentlicher Treiber für CSR-Reporting in Unternehmen ist auf europäischer Ebene die CSR-Richtlinie (CSR-RL). Sie wurde am 12. April 2017 von Deutschland in nationales Recht übertragen und führt neue verpflichtende Berichterstattungsanforderungen für bestimmte große Unternehmen ein. Im Bereich Nachhaltigkeit sind neben der verpflichtenden CSR-RL weitere aktuelle Entwicklungen für Unternehmen relevant, die auf freiwilliger Basis angewendet werden. Dazu gehören etwa die Sustainable Development Goals (SDGs) oder die Global Reporting Initiative (GRI). Das Rahmenwerk der GRI ist weltweit der renommierteste Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wie Treibhausgasemissionen, Arbeitssicherheit oder Produktverantwortung.

Bislang hat der ZIA ausschließlich GRI als Reportingstandard empfohlen. Nunmehr wird aufgrund der zunehmend komplexeren Berichterstattungsanforderungen zusätzlich auch der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) als Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung empfohlen. Welches der passende Reportingstandard für ein Unternehmen ist, kann im ZIA-Leitfaden „CSR-Reporting – Wie und was sollte/muss berichtet werden?“ im Detail nachgelesen werden.