Der ZIA hat kürzlich gemeinsam mit seinem Ausschuss Hotelimmobilien eine unabhängige Hotelmietdatenbank für die deutschen Immobilienmärkte gestartet. Was hat es damit auf sich?

Niemeyer: Der Hotelimmobilienmarkt in Deutschland hat sich in der jüngeren Vergangenheit enorm dynamisch entwickelt, allerdings hinkt die Transparenz anderen Assetklassen immer noch hinterher. Eine Übersicht über Hotelmieten gibt es nicht. Mit der Hotelmietdatenbank, die sämtlichen Nutzern kostenfrei zur Verfügung stehen wird, wollen wir Investoren und Nutzern die Möglichkeit geben, neue Engagements auf ihre Marktfähigkeit hin zu überprüfen. Die anonymisierte Datenbank erfasst, welche Mieten je Zimmer für unterschiedliche Klassen und Kategorien von Hotels in verschiedenen Mikro- und Makrolagen aufgerufen werden. So leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur Transparenzsteigerung der Märkte.

Wie gelingt eine erfolgreiche Umsetzung?

Niemeyer: Wir sind dabei natürlich auf die Mithilfe der relevanten Marktakteure angewiesen. Deshalb bitten wir darum eine Teilnahme beim ZIA anzuzeigen und die verfügbaren Daten in den Fragebogen unter www.zia-deutschland.de/themen/hotelimmobilien/hotelmietdatenbank-des-zia einzutragen, um eine möglichst große Datenbasis und Qualität der Datenbank zu gewährleisten. Dort werden dann auch die Ergebnisse veröffentlicht. Der ZIA agiert hier als neutraler Mittler und gewährleistet natürlich die Anonymität der Mietdaten.

Dieses Kurzinterview wurde im Magazin immobilienmanager (September-Ausgabe) erstveröffentlicht.